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gesammelte Gedichte

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Ich habe gelernt, dass Du niemanden dazu bringen kannst,
Dich zu lieben, alles was Du tun kannst, ist jemand zu sein,
den man lieben kann.
Der Rest liegt an dem anderen.
Ich habe gelernt, egal wie viel ich mich kuemmere,
manche Menschen kuemmert es nicht.
Menschen kommen in unser Leben und gehen wieder,
andere bleiben eine Weile hinterlassen Fingerabdruecke
in unserem Herz und wir werden niemals mehr die Gleichen sein.
Ich habe gelernt, dass es Jahre dauert Vertrauen aufzubauen,
aber nur Sekunden um alles zuzerstoeren.
Ich habe auch gelernt, dass es im Leben nicht zaehlt was Du hast,
sondern wer Du bist.
Nichts was wir erleben sondern wie wir es empfinden, macht unser Leben aus!


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Erfahrung sollte ein Leuchtturm sein,
der uns den Weg weist.
Kein Liegeplatz,
an dem man festmacht.
von Ron Fischer

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Es ist nicht genug zu wissen,
man muss es auch anwenden.
Es ist nicht genug zu wollen,
man muss es auch tun.
von Johann Wolfgang von Goethe

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Mit guten Mut in die Zukunft schauen
Sonne auch in Regenzeiten,
TrÀume die dich stets begleiten.
Menschen, die dir wichtig sind,
nicht alles sehen und doch nicht blind.

Schlechte Tage die vergehen,
deinen NĂ€chsten zu verstehen.
Freude am Leben und am Tun,
ungestörte NÀchte um zu ruhn.

Zeit fĂŒr Freunde, Zeit fĂŒr Dich,
nicht jeden Tag, doch gelegentlich.
Probleme, die zu lösen sind,
sich auch mal freuen wie ein Kind.

Arbeit, die zufriede macht,
eine Seele, die oft lacht.
Mit gutem Mut in die Zukunft schauen,
und dazu auch das Gottvertrauen.

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Nur geliehen
Es ist alles nur geliehen,
hier auf dieser schönen Welt,
es ist alles nur geliehen,
aller Reichtum, alles Geld,
es ist alles nur geliehen,
jede Stunde voller GlĂŒck,
musst du eines Tages gehen,
lĂ€sst du alles hier zurĂŒck.

Man sieht tausend schöne Dinge
und man wĂŒnscht sich dies und das,
nur was gut ist und was teuer
macht den Menschen sehr oft Spaß.
Jeder möchte mehr besitzen,
zahlt er auch sehr viel dafĂŒr,
keinem kann es etwas nĂŒtzen,
es bleibt alles einmal hier.

Jeder hat oft das Bestreben
etwas Besseres zu sein,
scharft und rafft das ganze Leben,
doch was bringt es ihm schon ein?
Alle GĂŒter dieser Erde,
die das Schicksal dir verehrt,
sind dir nur auf Zeit gegeben
und auf Dauer gar nichts wert.

DarumÂŽlebt doch euer Leben,
freut euch neu auf jeden Tag,
wer weiß auf unserer Erdkugel
was der Morgen bringen mag?
Freu euch auch an kleinen Dingen
nicht nur an Besitz und Geld,
es ist alles nur geliehen,
hier auf dieser schönen Welt.


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Die Liebe im Herzen ist das kostbarste Gut,
sie schenkt uns WĂ€rme und gibt uns Mut,
den Alltag mit seinen Problemen leichter zu bestehen,
ohne Sie wĂŒrden wir langsam zu Grunde gehen.

Auch wenn die Liebe im Herzen nicht immer ersichtlich scheint
und wir so manche TrĂ€ne darĂŒber haben geweint,
können wir doch immer auf die Liebe dann hoffen,
wenn wir uns nicht verschließen sind wir fĂŒr alles offen.

Die Liebe, Sie braucht viel Geduld und Zuversicht,
dann belohnt sie dich mit einem LĂ€cheln auf dem Gesicht.
Wenn dann dein Herz laut und stetig schlÀgt,
dann denkt jemand an dich, der dich auf HÀnden trÀgt.

Auch wenn du weinst und traurig du bist,
im Moment du meinst, das alles verloren ist,
dann bedenke der Liebe, verborgen im Herzen,
sie hilft dir zu ertragen all deine Schmerzen.

Auch im Leben ist nicht alles immer so leicht,
aber es gibt immer einen Weg und dann vielleicht,
wirst du erkennen wie schön es doch ist,
das im Herzen da jemand ist, der dich sehr hat vermisst.

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Fragt die Liebe die Freundschaft:
"warumm gibt es dich, wenn es mich schon gibt?"
Darauf antwortet die Freundschaft:
"Um dort ein LÀcheln zu zaubern, wo du eine TrÀne hinterlassen hast!"

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Vergebung
Vergebung bedeutet nicht.
Ich bin einverstanden mit dem, was du getan hast.
Es bedeutet lediglich.
Ich bin nicht lÀnger bereit.
Auf Grund deiner Taten.
Schmerzen zu erleiden.

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Einziger Weg
Es gibt auf der ganzen Welt einen einzigen Weg,
den niemand gehen kann außer dir.

Frag nicht, wohin er fĂŒhrt.
Geh ihn !
von Friedrich Nietzsche

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Einzeln sind wir Worte
Einzeln sind wir Worte, gemeinsam ein Gedicht
von Unbekannt

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Freundschaft
Eine Freundschaft besteht immer.
Nicht nur manchmal, dann und wann,
wenn man den Freund
grad brauchen kann.
Freunde sind allezeit fĂŒr dich da.
Sie helfen dir bei Kummer und Leid.
Freunde sind Menschen,
mit denen man alles teilt.
Sie sind bei dir in schweren Zeiten,
stehÂŽn dir zur Seite mit Rat und Tat.
Freunde helfen bei Problemen jeder Art.
All dies zu halten ist oft schwer,
denn auch Freundschaft ist vergÀnglich,
wie alles im Leben - nichts ist unendlich!
Unendlich schon, doch nicht unmöglich,
wie Freunde, so wie ihr und ich,
die lassen sich niemals im Stich.
Freunde fĂŒrs Leben,
die wirdÂŽs nur einmal geben.
Ob ihr es seid, das weiß ich nicht,
doch unsere Freundschaft
hat mich gelehrt,
einen Versuch ist es immer wert!


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Zeig der Welt
...zeig der Welt dein strahlendes Gesicht,
denn TrÀnen verstehen Sie nicht,
und auch wenn dein Herz noch so bricht
lÀchle aber weine nicht...

...zeig der Welt die geballte Hand,
denn zittern verstehen sie nicht,
und auch wenn Angst dich noch so trifft,
stell den Mut voraus...

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Der Bauer
Der Bauer pflegt ein wahres Sein
fernab der falschen StÀdte.
Er haust mit Henne, Rind und Schwein
am Start der Nahrungskette.

Dort baut er unser Essen an
mit Liebe und mit DĂŒnger.
Es litte ohne diesen Mann
so mancher StĂ€dter HĂŒnger!

Beim Trunk allein versagt er schwer:
Nur Milch bringt uns der Bauer.
Da bringt uns doch entschieden mehr
sein Konkurrent, der Brauer.

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Ich vermisse Dich
Ich habe Dich geliebt,
Du warst der wichtigste Mensch in meinen Leben.

Ich wollte Dich und sonst nichts.
Durch meine Liebe zu Dir verlor ich fast meine beste Freundin,
doch das war Dir egal.

Du empfandst nichts außer lieb haben fĂŒr mich,
doch das genĂŒgte mir nicht.

Nun ist die Zeit in der ich Dich liebte vorbei,
doch auch mit unserer Freundschaft ist es vorbei.
Du gehst bloß stumm an mir vorbei und beachtest mich nicht,
Du weißt nicht wie weh es mir tut Dich jeden Tag zu sehen,
denn Du bist trotz allem noch ein wichtiger Mensch in meinen Leben.

Bitte glaube mir,
ich brauch Dich sehr und will wirklich nicht mehr mehr.
Ich vermisse Dich in meinen Leben!!!

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Ich liebe meines Wesens
Ich liebe meines Wesens Dunkelstunden,
in welchen meine Sinne sich vertiefen;
in ihnen hab ich, wie in alten Briefen,
mein tÀglich Leben schon gelebt gefunden
und wie Legende weit und ĂŒberwunden.

Aus ihnen kommt mir Wissen, dass ich Raum
zu einem zweiten, zeitlos breiten Leben habe.

Und manchmal bin ich wie der Baum,
der, reif und rauschend, ĂŒber einem Grabe
den Traum erfĂŒllt, den der vergangne Knabe
[um den sich seine warmen Wurzeln drÀngen]
verlor in Traurigkeiten und GesÀngen

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Seelen auf Reisen
Komm,
lass unsere Seelen auf Reisen gehen,
schwebend, leicht
wie die Schneeflocken
zwischen Himmel und Erde,
unschuldig, neugierig,
wie der unberĂŒhrte Schnee,
glitzernd
wie der Eiskristall
im erwachenden Licht,
erstaunt
ĂŒber das Wunder
unserer Freundschaft,
glĂŒcklich,
dass es uns gibt.

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Herbstsonett
Auf den Fenstersimsen duften Rosen,
denen es an Dornen nicht gebricht.
Herbst wirft erste Schatten, letztes Licht
weilt, die mĂŒden Wangen zu liebkosen.

Ehe es hinabsinkt, dein Gesicht -
das in Wirklichkeit Erinnerung
an die Zeit, da unsre Tage jung
und so unbeschwert wie ein Gedicht -

möcht ich halten dich mit meinen HÀnden.
Doch den Weg zu dir verweht die Zeit.
Manchmal denke ich, die TrÀume enden

erst, wenn wir zum Abschied sind bereit.
Deine Liebesworte, einst Legenden,
atmen unerbittlich Endlichkeit.
von © Karin Rohner

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Teil dieser Erde
Wir alle mĂŒssen lernen,
uns als Teil dieser Erde zu sehen,
nicht als ein Feind, der von aussen kommt
und ihr seinen Willen aufzuzwingen sucht.
Wir wissen auch, dass wir als lebendiger Teil
dieser Erde nicht Gewalt antun können,
ohne uns selber zu verletzen.

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Freunde in der Not
In glĂŒcklichen Tagen ist niemand allein,
da stĂŒrmen die Freunde zur TĂŒre herein
und feiern mit Dir voll Übermut.
Dann glaubst Du wirklich, sie meinen es gut.
Bedenke, es kommen auch schwere Zeiten,
erfĂŒllt von Krankheit und Sorge und Not
dann werden die Freunde Dich nicht mehr geleiten,
die Treue versprachen bis in den Tod.
Die kommen nie mehr zu Dir zurĂŒck,
denn Dich verließen ja Wohlstand und GlĂŒck.
Doch wÀre nur einer, der bei Dir bliebe,
dann gÀbe es Glauben an Freundschaft und Liebe!

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Ein bißchen mehr Frieden
und weniger Streit,
ein bißchen mehr GĂŒte
und weniger Neid,
ein bißchen mehr Wahrheit immerdar
und viel mehr Hilfe in jeder Gefahr.
Ein bißchen mehr "Wir" und weniger "Ich"
ein bißchen Kraft, nicht so zimperlich!
Und viel mehr Blumen wÀhrend des Lebens,
denn auf den GrÀbern, da sind sie vergebens!

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Sonnenstrahlen
Es gibt Momente
da wĂŒnsche ich
ich wÀre Sonnenstrahlen
fĂŒr dich

Sonnenstrahlen
die deine HÀnde wÀrmen
deine TrÀnen trocknen

Sonnenstrahlen
die dich an der Nase kitzeln
und dich zum Lachen bringen

Sonnenstrahlen
die deine dunklen Winkel
in deinem Innern erleuchten
deinen Alltag in helles Licht tauchen

die Eisberge um dich
zum Schmelzen bringen

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Ein endloser Traum
Ich warte auf die Nacht lasse mich treiben
auf den Wellen meiner TrÀume.
Ich stehe auf dem HĂŒgel
und hinter den Wolken
weht noch immer der Wind
und nimmt mir meine Zweifel.

Ein endloser Traum
ein Traum von Dir.
Ich glaube, ich erhalte ein Zeichen von Dir.
Heute Nacht möchte ich auch
meine GefĂŒhle verbergen wie Du es machst.
Ich will die Nacht mit Dir zusammensein!

Ich jage jede Nacht
bin der Sklave meines Traumes.
Eine bebilderte Szene steigt im Dunst auf.
Wir spielen ganz verwegene, gefĂŒhlvolle Spiele.
Ich wende meine Augen ab
und verberge meine Scham.

Ich sehe, wie all die Blumen dahinwelken
im erhitzten Lebenshauch
des dÀmmenden Tages.
Ich erwache im FrĂŒhling und kĂŒsse Dein Gesicht,
das so sĂŒĂŸ und brennend heiß ist.
Ich spĂŒre Deine Umarmung und schmelze dahin.

Ein endloser Traum, ein Traum von Dir ...

Ein Freund, der Dich so gut verstand,
reicht zum Abschied Dir die Hand.
Du zweifelst, ja Du glaubst es nicht,
und TrÀnen rinnen ins Gesicht.
Minuten noch, dann geht er fort,
von diesem, so vertrautem Ort.
Wo Du nun ohne ihn musst sein.
Unter vielen doch allein.

Hörst Du, wie mein Herz Dich ruft?
Merkst Du nicht, wie es Dich sucht?
Es ruft immer wieder: "Ich liebe Dich",
aber Du hörst es nicht.

Warum machst du es mir so schwer,
hasst Du mich denn so sehr?
Ich weiß, es gibt eine Andere in Deinem Leben
und vielleicht kann sie Dir mehr geben.

Mein Herz ruft nach Dir,
aber Deine Liebe gehört ihr.
Und so ist es wahrscheinlich auch gut,
wenn es auch noch so weh tut.

Ich muss lernen, Dich zu vergessen.
Das aber ist schwer fĂŒr mich, ...

... denn ich liebe Dich.

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Ich liebe Dich
Du sagst, Du liebst den Regen,
doch wenn es regnet, schließt du die Fenster!

Du sagst, Du liebst die Natur,
doch du vergiftest sie selber!

Du sagst, Du liebst die Sonne,
doch wenn sie scheint, gehst Du in den Schatten!

Drum hab ich Angst wenn Du sagst: "Ich liebe Dich!"

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Wenn Du ein kleines Fischlein wÀrst
Wenn Du ein kleines Fischlein wÀrst, im weiten, weiten Meer,
so bunt und schillernd wie ein Regenbogen
und kÀmest mit tausend anderen gezogen,
dann schaute man nur Dir hinterher.
Wenn ich ein großer Haifisch wĂ€r, am tiefen Meeresgrund,
so ließe ich Dich friedlich zieh'n,
die andern dĂŒrften mit Dir flieh'n,
das Wasser rund um Dich es schillerte so bunt.

Wenn Du eine kleine Wolke wĂ€rst, am großen Himmelszelt,
und tauende von andern hier.
Die Menschen schauten nur nach Dir
und trÀumten von der schönsten Wolke der Welt.
Und wenn ich ein Vogel wÀr, der baute an seinem Nest,
dann sÀnge ich mein schönstes Lied,
weil diese Wolke ĂŒber mich zieht
und mich meine Sorgen vergessen lÀsst.

Wenn Du eine Blume, auf einer großen Wiese,
dann wÀrst Du die schönste hier
und alle andern schaun nach Dir
und denken: "Ach, wie schön ist diese."
Und wenn ich eine Biene wĂ€r, die suchte den sĂŒĂŸesten Duft,
dann flöge ich direkt zu Dir,
die andern ließ ich hinter mir,
so summte ich mein Lied in der Abendluft.

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Ist Dein Herz mal traurig
Ist Dein Herz mal traurig und schwer,
schick mir eine Nachricht her.
Dann werde ich Dir mein LĂ€cheln borgen,
und verfliegen sollen Deine Sorgen.
Denn das LĂ€cheln in Deinem Gesicht,
brachte mich auf dies kleine Gedicht

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Weißt Du, was Liebe ist?
Liebe ist wie ein Gedicht,
Ein Gedicht - vom FrĂŒhling geschrieben,
vom Sommer diktiert,
vom Herbst gelesen,
vom Winter ertrÀumt.

Liebe ist wie ein Tautropfen,
Ein Tautropfen - von der Luft bewegt,
von der Sonne erwÀrmt,
vom Blatt abperlend
von der Erde gierig getrunken.

Liebe ist wie der Wind,
Wind - der sanft Deine Wangen streift,
der heftig Dir das Haar zerzaust,
der trocknet Dir Deine feuchten Augen,
der leise durch die Äste weht.

Liebe - ist mehr, als nur ein Wort,
mehr, als nur ein Gedanke,
mehr, als nur ein GefĂŒhl.

Liebe ist das, was ich fĂŒr Dich empfinde

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Richtige Freunde
Richtige Freunde braucht man zu jeder Zeit,
sie stehen zu Dir bei Freud und bei Leid.
Wenn du Hilfe brauchst sind sie zur Stelle
und machen um ihre Hilfsbereitschaft keine große Welle.

Einen echten Freund erkennst Du auch daran,
das er Dir auch Deine Fehler nett mitteilen kann.
Dich trotz Deiner Fehler so nimmt wie Du bist
und im Bedarfsfall ganz schnell an Deiner Seite ist.

Falsche Freunde findet man ĂŒberall,
anstatt Dir zu helfen, bringen sie Dich zu Fall.
Wer jemanden hat, den er kann wirklich Freund nennen,
wird nie das GefĂŒhl von Einsamkeit kennen

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Ein kleines LĂ€cheln
Ein kleines LĂ€cheln erfreut jedes Herz,
ein kleines LĂ€cheln lindert oft Schmerz.
Ein LĂ€cheln spricht viel, auch ohne ein Wort.
Es wischt manche TrÀne und Sorgen fort.

Die Liebe zum NĂ€chsten! Nicht Hass und Neid!
Mit Frieden im Herzen gÀb's weniger Leid.
Ein Liedchen im Sinn und ein LĂ€cheln dazu.
Das ist so schön, das ist sel'ge Ruh.

Ein kleines LĂ€cheln, es kostet kein Geld,
doch damit wÀre sie schöner - die Welt.
Ein kleines LĂ€cheln erfreut jedes Herz,
drum lÀch'le zufrieden, das lindert Dein Schmerz.

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Was es ist
Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist UnglĂŒck
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lÀcherlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
von © Erich Fried

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Den Freunden
Des Menschen Tage sind verflochten,
die schönsten GĂŒter angefochten,
es trĂŒbt sich auch der frei’ste Blick;
du wandelst einsam und verdrossen,
der Tag verschwindet ungenossen
in abgesonderten Geschick.

Wenn Freundesantlitz dir begegnet,
so bist du gleich befreit, gesegnet,
gemeinsam freust du dich der Tat.
Ein Zweiter kommt, sich anzuschließen,
mitwirken will er, mitgenießen;
verdreifacht so sich Kraft und Rat.

Von Ă€ußerm Drang unangefochten,
bleibt, Freunde, so in eins verflochten,
dem Tag gönnet heitern Blick!
Das Beste schaffet unverdrossen;
Wohlwollen unsrer Zeitgenossen,
das bleibt zuletzt erprobtes GlĂŒck.

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Leben lernen
von der Sonne lernen,
zu wÀrmen,
von den Wolken lernen,
leicht zu schweben,
von dem Wind lernen,
AnstĂ¶ĂŸe zu geben,
von den Vögeln lernen,
höhe zu gewinnen,
von den BĂ€umen lernen,
standhaft zu sein.

Von den Blumen
das Leuchten lernen,
von den Steinen
das bleiben lernen,
von den BĂŒschen im FrĂŒhling
Erneuerung lernen,
von den BlÀttern im Herbst
das fallenlassen lernen,
vom Sturm
die Leidenschaft lernen.

Vom Regen lernen,
sich zu verströmen,
von derErde lernen,
mĂŒtterlich zu sein,
vom mond lernen,
sich zu verÀndern,
von den Sternen lernen,
einer von vielen zu sein,
von den Jahreszeiten lernen,
daß das Leben immer
von neuem beginnt...
von Ute Latendorf

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Eine Freude verdirbt hundert Sorgen
Langsam kommst Du in die Jahre,
aber freu Dich ruhig d’rauf hast Du erst mal weiße Haare,
dann hört auch die Hetze auf. Still schaust Du zurĂŒck auf’s Leben,
was so scheußlich schwer oft war, aber bei der RĂŒckschau eben,
wird Dir endlich dieses klar. Denn Freude, GlĂŒck und frohe Stunden,
die das Leben manchmal bot, hÀttest niemals Du empfunden,
ohne Leid und ohne Not. Denn alles was Du einst erlitten,
nun plötzlich hat es einen Sinn. Kommt das Alter angeschritten,
nimmst Du alles lÀchelnd hin.

Was Dich frĂŒher dazu brachte, ganz verzweifelt oft zu sein.
Werde alt in diesem Sinne, denn dann ist Alter Sonnenschein.
Ja, langsam kommst Du in die Jahre, vieles kam und vieles ging.
Dir ist manches widerfahren, Lohn und Dank waren oft gering.
Was Du Gutes tatest im Leben, wenn Du anderen brachtest GlĂŒck,
wird Dir bald zurĂŒckgegeben, Du wirst sehen, StĂŒck fĂŒr StĂŒck.
Du weißt - auch der Herbst hat schöne Tage, er kann froh und heiter sein.
D’rum hör’ zu, was ich Dir sage.

Wer trinkt schon gern’ den jungen Wein. Langsam kommst du in die Jahre,
aber freu’ Dich ruhig d’rauf. Hast Du erstmal weiße Haare,
dann hört auch die ganze Hetze auf.
Ein paar Nachbarn, ein paar Freunde und Du bist nie ganz allein
und VerstĂ€ndnis fĂŒr den anderen dann, ist Alter Sonnenschein.

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Regentropfen
Tausend kleine Regentropfen,
sind ein Trost fĂŒr mich,
wenn sie an mein Fenster klopfen,
denke ich an Dich.
Es ist als wenn der Himmel weine
Und ein Engel singt von Dir.
FĂŒhl mich dann nicht so alleine,
Du bist hier bei mir.
Wenn ich dann am Fenster sitze,
könnte ich beschwör`n,
wenn ich meine Ohren spitze,
kann Deine Stimm ich hör`n.
Jeder kleine Regentropfen,
ein Geschenk fĂŒr mich.
LĂ€ĂŸt mein Herz gleich schneller Klopfen,
und es schlĂ€gt fĂŒr Dich.
Der Tod hÀlt Dich in seinen Armen,
doch alles nur zum Schein,
wenn er zeigt, mit mir, erbarmen,
werd ich bei Dir sein,
und meine Arme um Dich legen,
Deine Hand berĂŒhr`n,
und allein mit Gottes Segen,
niemals mehr verlier`n.

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Sind so kleine HĂ€nde
Sind so kleine FĂŒĂŸe
mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten
können sonst nicht gehen..

Sind so kleine Ohren,
scharf und ihr erlaubt:
Darf man nicht zerbrĂŒllen,
werden davon taub.

Sind so schöne MĂŒnder,
sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten,
kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen,
die noch alles sehn.
Darf man nie verbinden,
könn' sie nichts verstehn.

Sind so kleine Seelen,
offen und ganz frei.
Darf man niemals quÀlen,
gehen kaputt dabei.

Ist so'n kleines RĂŒckgrad,
sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen
weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen,
wÀr'n ein schönes Ziel.
Leute ohne RĂŒckgrat,
hab'n wir schon zuviel.

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